Jeder sucht ihn.

Den perfekten Trainingssplit.
Den Plan, der alles verändert.
Die Aufteilung, die endlich Muskeln bringt, Fett schmelzen lässt und den Körper formt.

Push/Pull/Legs.
Bro-Split.
Oberkörper/Unterkörper.
Ganzkörper 5x die Woche.

Und am besten natürlich so trainieren wie die Stars.

Aber was, wenn genau diese Suche dein größtes Problem ist?

Warum so viele nach dem „perfekten“ Split suchen

Viele trainieren nach Splits von Bodybuilding-Größen wie Markus Rühl, Ronnie Coleman oder Urs Kalecinski.

Und glauben:
„Wenn ich trainiere wie die, bekomme ich auch deren Ergebnisse.“

Die Realität?

  • Die meisten Profis sind oder waren leistungsunterstützt.

  • Sie haben ein Trainingsalter von 10, 15 oder 20 Jahren.

  • Ihr Alltag dreht sich um Training, Essen, Schlaf und Regeneration.

Dein Alltag?

Job.
Familie.
Verpflichtungen.
Stress.
Vielleicht 6 Stunden Schlaf.

Das ist nicht vergleichbar.

Und genau hier beginnt der Denkfehler.

Push/Pull/Legs – warum das für viele Einsteiger nicht funktioniert

Push/Pull/Legs klingt professionell.
Strukturiert.
Fortgeschritten.

Aber für viele Einsteiger – selbst wenn sie schon 2–3 Jahre trainieren – ist es nicht optimal.

Warum?

Weil bei einem klassischen PPL-Split jeder Muskel oft nur einmal pro Woche belastet wird.

Und jetzt kommt die unbequeme Wahrheit:

Die meisten trainieren nicht intensiv genug, um eine ganze Woche Regeneration zu brauchen.

Sie glauben, sie haben „zerstört“.
In Wahrheit war es ein solider Trainingsreiz – mehr nicht.

Studien zeigen sogar, dass eine höhere Trainingsfrequenz pro Muskelgruppe – bei gleichem Wochenvolumen – Vorteile bringen kann, besonders für Natural-Athleten:
👉 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27102172/

Profis können einen Muskel einmal pro Woche trainieren, weil:

  • sie extrem hohe Intensitäten fahren

  • ihr Nervensystem effizient arbeitet

  • sie ein hohes Trainingsalter haben

  • Regeneration auf einem ganz anderen Level stattfindet

Ein junger Natural-Athlet mit 2–3 Jahren Training gehört nicht in diese Kategorie.

In vielen Fällen wäre eine höhere Trainingsfrequenz mit moderatem Volumen deutlich sinnvoller.

Mehr Kontakt mit dem Muskel.
Mehr saubere Wiederholungen.
Mehr Technik.
Mehr Progression.

Das andere Extrem: Fullbody 4–5x die Woche

Und dann sehe ich das Gegenteil.

Einsteiger, die 4–5 Mal pro Woche Ganzkörper trainieren.

Ambitioniert.
Motiviert.
Fleißig.

Aber:

  • Die Regeneration hinkt hinterher

  • Die Technik wird unsauber

  • Das Nervensystem ist ständig unter Druck

  • Fortschritt bleibt aus

Training wirkt nur, wenn es verarbeitet wird.

Reiz + Erholung = Anpassung.

Ohne Erholung keine Anpassung.

Mehr Training ist nicht automatisch besseres Training.

Genau hier liegt der Denkfehler vieler Trainierender.
Mehr Volumen, mehr Sätze, mehr Einheiten – in der Hoffnung, schneller voranzukommen.

Warum Qualität jedoch immer vor Quantität steht, habe ich hier ausführlich erklärt:
👉 Qualität statt Quantität im Training

Der größte Denkfehler

Viele glauben:

„Wenn ich den perfekten Plan finde, kommt der Fortschritt automatisch.“

Nein.

Ein wissenschaftlich perfekt aussehender Plan bringt dir exakt null,
wenn du ihn nicht konsequent umsetzt.

Entscheidend ist nicht der Split allein – sondern das wöchentliche Trainingsvolumen und die progressive Belastung:
👉 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27433992/

Der beste Trainingssplit ist nicht der, der auf Papier perfekt aussieht.

Sondern der, den du:

  • regelmäßig trainierst

  • regenerieren kannst

  • über Monate durchziehst

  • sauber progressiv steigerst

Viele wechseln ständig den Split – dabei fehlt oft nicht der Plan, sondern die Progression.

Wenn du verstehen willst, warum Fortschritt nicht durch Planwechsel entsteht, sondern durch gezielte Steigerung, lies hier weiter:
👉 Warum ist Progression im Training so wichtig?

Konstanz schlägt Komplexität.
Struktur schlägt Motivation.
Umsetzung schlägt Theorie.

Gibt es also den perfekten Split?

Meine ehrliche Meinung?

Nein.

Nicht universell.

Ein Trainingssplit ist so individuell wie ein Fingerabdruck.

Er hängt ab von:

  • deinem Trainingsalter

  • deiner Regenerationsfähigkeit

  • deinem Stresslevel

  • deinem Schlaf

  • deinem Ziel

  • deinem Zeitbudget

Für einen Anfänger kann 2–3x Ganzkörper optimal sein.
Für Fortgeschrittene ein Ober-/Unterkörper-Split.
Für andere Push/Pull/Legs.

Perfekt ist nur, was zu deinem Leben passt.

Nicht zu Instagram.
Nicht zu einem Profi.
Zu dir.

Warum ein Coach am Anfang Sinn macht

Und jetzt ganz ehrlich.

Nicht, weil ich reich werden will.

Sondern weil es Sinn macht.

Viele verlieren Jahre mit:

  • kopierten Splits

  • falscher Volumenverteilung

  • fehlender Progression

  • Übertraining oder Unterforderung

  • Frust durch ausbleibende Ergebnisse

Und irgendwann verlieren sie die Lust am Training.

Wenn du es ernst meinst, dann investiere zu Beginn 6–12 Monate in Struktur.

Nicht für 3 Personal Trainings.
Nicht für einen schnellen PDF-Plan.

Sondern für Begleitung.

Ein halbes Jahr saubere Anleitung spart dir:

  • unnötige Plateaus

  • Verletzungen

  • Motivationslöcher

  • Zeit

Gutes Coaching ist keine Ausgabe.

Es ist Beschleunigung.

Fazit

Der perfekte Trainingssplit existiert nicht.

Aber der passende Split für dich schon.

Und der beginnt nicht mit Ego.
Nicht mit dem Plan eines Profis.
Nicht mit „mehr ist mehr“.

Er beginnt mit Struktur.
Mit ehrlicher Analyse.
Und mit konsequenter Umsetzung.

Trainiere mit Verstand.
Mit Struktur.
Mit Haltung.

Franz
Für alle, die Training nicht kopieren,
sondern verstehen wollen.