Der erste Sonntag im Januar.
Ein neues Jahr.
Und überall dieselben Bilder: Vorher–Nachher-Versprechen, „Neues Ich in 30 Tagen“, Programme, die aus guten Vorsätzen vor allem eines machen wollen – ein Geschäft.

Und ja, das nervt.

Aber nur weil viele daraus Marketing machen, heißt das nicht, dass Neujahrsvorsätze an sich schlecht sind.
Im Gegenteil.

Innehalten ist kein Rückschritt

Ich halte nichts davon, Veränderung ausschließlich auf den 1. Januar zu verschieben.
Wenn etwas wichtig ist, kann man jederzeit anfangen.

Aber:
Ich finde es extrem sinnvoll, dass es im Jahr einen Zeitpunkt gibt, an dem viele Menschen automatisch langsamer werden.

Ein Moment zum:

  • Innehalten

  • Rückblicken

  • Reflektieren

  • Neu planen

Egal ob im Business, im Training oder im privaten Leben.

Nicht, um sich selbst fertigzumachen.
Sondern um ehrlich hinzuschauen:

  • Was lief gut?

  • Was lief nicht gut?

  • Wo habe ich mich selbst belogen?

  • Wo habe ich Dinge laufen lassen, obwohl ich es besser wusste?

Rekapitulieren statt Verzweifeln

Der größte Fehler bei Rückblicken ist nicht das Erkennen von Fehlern –
sondern sich dafür fertigzumachen.

Fehler gehören dazu.
Stillstand entsteht nicht durch Fehler, sondern dadurch, dass man nichts daraus lernt.

Rekapitulieren heißt:

  • erkennen

  • verstehen

  • anpassen

Und dann:
neu planen – mit mehr Klarheit als davor.

Warum mir die Rauhnächte gefallen (ohne Esoterik)

Ich bin kein esoterischer Typ.
Aber ich mag Dinge, die psychologisch Sinn ergeben.

Die Rauhnächte sind für mich genau das:

  • bewusste Pausen

  • strukturierte Reflexion

  • gedankliches Aufräumen

Nicht wegen Symbolik oder Räucherwerk,
sondern weil sie mir Zeit geben, mich selbst nicht zu übergehen.

Gedanken sortieren.
Richtungen prüfen.
Nicht alles sofort lösen wollen.

Studien aus der Psychologie zeigen, dass bewusste Reflexionsphasen die Zielklarheit verbessern und zu nachhaltigeren Entscheidungen führen –
insbesondere dann, wenn Rückblick und Planung strukturiert erfolgen.
Eine fundierte, deutschsprachige Darstellung der Bedeutung von Selbstreflexion
findest du zum Beispiel hier  👉 Selbstreflexion: Entdeckungsreise ins Ich (Spektrum der Wissenschaft).
In diesem Artikel wird erklärt, wie Reflexion dabei hilft, sich selbst besser zu verstehen und Denkprozesse bewusster zu gestalten,
was genau zu mehr Klarheit und zielgerichtetem Handeln beitragen kann.

Veränderung braucht Struktur, nicht Motivation

Was jedes Jahr gleich ist:
Motivation ist am Anfang da.
Und verschwindet dann wieder.

Was langfristig funktioniert:

  • Struktur

  • Klarheit

  • realistische Planung

  • Anpassungsfähigkeit

Das gilt im Training genauso wie im Leben.

Nicht:
„Dieses Jahr mache ich alles perfekt.“

Sondern:
„Dieses Jahr mache ich es bewusster als letztes.“

Veränderung braucht Struktur, nicht Motivation.
Genau deshalb funktioniert nachhaltiger Fortschritt nicht über kurzfristige Vorsätze, sondern über klare Prozesse, die im Alltag greifen.

👉 Wenn dich das tiefer interessiert, findest du hier einen passenden Artikel dazu:
Der richtige Zeitpunkt ist jetzt!

Warum jetzt ein guter Zeitpunkt ist

Ob Neujahr, Geburtstag oder irgendein Montag im März –
der Zeitpunkt ist zweitrangig.

Aber jetzt, Anfang Jänner,
ist für viele Menschen mental ein offenes Fenster.

Und genau deshalb ist es eine gute Zeit:

  • den eigenen Progress ernst zu nehmen

  • Entscheidungen zu hinterfragen

  • Dinge neu zu strukturieren

Nicht aus Druck.
Sondern aus Verantwortung für sich selbst.

Mein Fazit

Neujahrsvorsätze sind nicht das Problem.
Unrealistische Erwartungen sind es.

Wenn du das neue Jahr nutzt, um:

  • ehrlich zurückzublicken

  • Fehler als Information zu sehen

  • neu zu planen, ohne dich selbst zu zerlegen

… dann bist du genau richtig unterwegs.

Ich freue mich auf 2026.
Nicht weil alles neu wird.
Sondern weil Progress entsteht, wenn man bewusst weitergeht.

Franz Papouschek
Coach für Training, Gesundheit & Struktur
Kein Hype. Kein Druck.
Sondern Fortschritt mit Verstand.