„Franz… darf ich eigentlich schon steigern?“
Das ist wahrscheinlich eine der häufigsten Fragen, die ich im Gym höre.
Und ehrlich?
Viele trainieren viel zu lange viel zu leicht.
Nicht weil sie faul sind.
Sondern weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen.
Und diese Angst wird oft noch verstärkt.
Durch Social Media.
Durch Halbwissen.
Oder durch Aussagen wie:
„Bloß nicht zu schwer.“
„Lieber vorsichtig.“
„Technik vor Gewicht.“
„Mach ja kein Hohlkreuz.“
Und ja…
Technik IST wichtig.
Sehr wichtig sogar.
Gerade Anfänger müssen zuerst lernen:
Wie bewege ich mich?
Wie spanne ich richtig an?
Wie fühlt sich der Zielmuskel überhaupt an?
Denn einfach irgendein Gewicht von A nach B zu bewegen ist noch kein Training.
Aber genau hier entsteht oft ein Problem.
Viele bleiben ewig in dieser „Lernphase“ hängen.
Training ist keine Wellness-Oase
Das klingt hart.
Aber ich sehe es ständig.
Menschen trainieren wochenlang mit denselben Gewichten.
Alles fühlt sich angenehm an.
Kontrolliert.
Sicher.
Locker.
Und gleichzeitig passiert:
nichts.
Kein Fortschritt.
Keine Veränderung.
Keine echte Anpassung.
Denn der Körper verändert sich nicht, weil du im Gym warst.
Er verändert sich durch Belastung.
Der Muskel braucht einen Grund stärker zu werden.
Woher weißt du also, ob du steigern solltest?
Ich erkläre es meinen Kunden meistens ganz einfach:
Wenn du nach der 15. Wiederholung das Gefühl hast, vielleicht noch 1 oder maximal 2 saubere Wiederholungen zu schaffen, dann bist du genau richtig.
Dann arbeitet der Muskel.
Dann entsteht Spannung.
Dann entsteht ein echter Trainingsreiz.
Wenn du nach 15 Wiederholungen aber noch locker 5, 6 oder 10 weitere machen könntest, dann trainierst du wahrscheinlich zu leicht.
Und genau dann solltest du steigern.
Nicht komplett eskalieren.
Nicht plötzlich doppelt so schwer.
Aber etwas mehr Belastung.
Denn Fortschritt entsteht nicht durch Anwesenheit.
Sondern durch Reiz.
Viele verwechseln „leicht“ mit „sauber“
Das ist ein wichtiger Punkt.
Saubere Technik bedeutet nicht automatisch, dass das Gewicht leicht sein muss.
Eine Übung kann technisch sauber UND gleichzeitig anstrengend sein.
Genau dort beginnt echtes Training.
Denn sobald Belastung kommt, wird es interessant:
Kannst du die Spannung halten?
Bleibst du kontrolliert?
Arbeitet wirklich der Zielmuskel?
Und genau deshalb reicht „ein bisschen bewegen“ irgendwann nicht mehr aus.
Die andere Seite ist genauso dumm
Natürlich gibt es auch die anderen.
Die nach zwei Wochen glauben, sie müssen schon alles maximal schwer trainieren.
Das endet meistens in Ego-Lifting, schlechter Technik und Beschwerden.
Darum geht’s auch nicht.
Progression bedeutet nicht:
blind immer mehr Gewicht.
Progression bedeutet:
mehr Belastung, die du kontrollieren kannst.
Das ist ein Unterschied.
Der Körper braucht Belastung – keine Dauer-Schonung
Und hier kommt etwas, das manche vielleicht nicht gern hören:
Viele Menschen haben mittlerweile Angst vor Belastung entwickelt.
Nicht nur im Training.
Sondern generell.
Sobald etwas anstrengend wird, glaubt man sofort:
„Das kann nicht gesund sein.“
Aber der Körper wird nicht stärker durch Vermeidung.
Er wird stärker durch angepasste Belastung.
Durch Training.
Durch Spannung.
Durch Wiederholung.
Durch Fortschritt.
Genau dafür ist Training da.
Training darf sich nach Training anfühlen
Du darfst schwitzen.
Du darfst schnaufen.
Du darfst merken, dass dein Körper gearbeitet hat.
Das ist kein Fehler.
Das ist Sinn der Sache.
Denn zwischen „hirnlos schwer“ und „ewig zu leicht“ liegt genau der Bereich, in dem Fortschritt entsteht.
Und genau dort sollte trainiert werden.
Wenn du lernen willst, wie man sinnvoll steigert, ohne Ego-Lifting und ohne planlos herumzuturnen, dann melde dich.
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Lg Franz





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