Welche Leiter würdest du lieber hinaufsteigen?
Eine mit einem Sprossenabstand von 30 Zentimetern oder eine, bei der zwischen jeder Sprosse ein ganzer Meter liegt?
Vermutlich würdest du dich – genau wie ich – für die erste entscheiden.
Und trotzdem bauen sich viele Menschen genau die zweite Leiter, wenn sie ihr Leben verändern möchten.
Wünsche sind ein guter Anfang – aber noch kein Plan
In meinen Coachings fällt mir immer wieder dasselbe auf.
Die meisten Menschen kommen nicht mit einem klaren Ziel zu mir, sondern mit einem Wunsch.
„Ich möchte abnehmen.“
„Ich möchte fitter werden.“
„Ich möchte wieder mit meinen Enkeln mithalten.“
„Ich möchte endlich etwas für meine Gesundheit tun.“
Das sind alles berechtigte Wünsche.
Doch kaum sind sie ausgesprochen, beginnt im Kopf bereits der nächste Film.
Plötzlich soll alles gleichzeitig passieren.
Mehr Sport.
Gesünder essen.
Mehr Wasser trinken.
Früher schlafen gehen.
Weniger Alkohol.
Mehr Bewegung im Alltag.
Und natürlich soll das Ergebnis möglichst schnell sichtbar sein.
Die erste Sprosse der Leiter ist plötzlich einen Meter entfernt.
Kein Wunder, dass viele gar nicht erst losgehen.
Genau dort beginnt meine Arbeit
Deshalb hole ich meine Kundinnen und Kunden immer dort ab, wo sie heute stehen.
Nicht dort, wo sie in sechs Monaten sein möchten.
Nicht dort, wo Social Media behauptet, sie sein müssten.
Sondern genau dort, wo sie heute stehen.
Wir suchen nicht die höchste Leiter.
Wir suchen die nächste erreichbare Sprosse.
Warum wir mit Bewegung beginnen
Meine Kernkompetenz ist das Krafttraining.
Nicht, weil jeder Bodybuilder werden soll.
Sondern weil wir heute aus zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen wissen, welchen positiven Einfluss regelmäßiges Krafttraining auf Gesundheit, Mobilität, Stoffwechsel und Lebensqualität haben kann.
Vor allem aber hat es einen entscheidenden Vorteil:
Es bringt Menschen ins Tun.
Und genau dort beginnt Veränderung.
Die nächsten Schritte kommen oft ganz von alleine
Das Faszinierende ist, dass viele Veränderungen gar nicht von mir ausgehen.
Wer regelmäßig trainiert, merkt plötzlich, wie gut Bewegung tut.
Dann wird ausreichend Schlaf interessanter.
Man trinkt mehr Wasser.
Beschäftigt sich freiwillig mit Ernährung.
Bewegt sich im Alltag mehr.
Nicht, weil jemand es vorgeschrieben hat.
Sondern weil sich die erste gute Entscheidung gut angefühlt hat.
Und genau daraus entsteht oft die nächste.
Mein Fazit
Große Ziele scheitern selten daran, dass sie zu groß sind.
Sie scheitern häufig daran, dass wir glauben, alle Schritte gleichzeitig gehen zu müssen.
Dabei reicht oft eine einzige Entscheidung.
Nicht die größte.
Sondern die nächste.
Denn große Ziele beginnen selten mit einem großen Schritt.
Sie beginnen mit der nächsten erreichbaren Sprosse.
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👉 Warum sich gute Veränderungen oft zuerst schlecht anfühlen
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